Ludwig Allram

Trafikant. Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Hingerichtet.

* 1890    † 1943

 

Lebenslauf

Ludwig Allram wurde am 21.6.1890 in Hainburg/Deutschland geboren. Er arbeitete als Trafikant. Ludwig Allram war Witwer und Vater von drei Kindern.

Widerstand, Verhaftung, Todesurteil

Ludwig Allram baute mit zwei Mitkämpfern eine kommunistische Widerstandsgruppe in Hainburg auf. Zudem verbreitete er in einer Gastwirtschaft Informationen, die ihm durch das Abhören von ausländischen Radiosendern aus Moskau und London zugekommen waren.

Ludwig Allram wurde am 26.1.1942 verhaftet. Am 12.3.1943 erfolgte seine Verurteilung zum Tode, am 1.7.1943 wurde er im Landesgericht I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

“Der Angeklagte Allram hat außerdem als Funktionär einen maßgeblichen Einfluss auf den Aufbau der genannten kommunistischen Ortsgruppe genommen und hat weiter häufig verbotswidrig im Krieg die deutschfeindlichen Sendungen der Auslandssender Moskau und London abgehört und ihre die Widerstandskraft des deutschen Volkes gefährdeten Inhalte in einer Gastwirtschaft verbreitet.”

Gedenkort - Landesgericht für Strafsachen Wien

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Landesgericht für Strafsachen Wien findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Gedenkort - Gruppe 40, Zentralfriedhof

In der Gruppe 40 wurden die im Wiener Landesgericht Hingerichteten beerdigt. 2013 wurde die Gruppe 40 zur Nationalen Gedenkstätte erklärt.

Quellen und Bildnachweise

  • Porträtbild und Texte aus Willi Weinert, "Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer". 4. Auflage Wiener Stern Verlag, 2017
  • Bühnenbild Guillotine: Leihgeber Kurt Brazda
  • Alle anderen Bilder: Privatbesitz / Verein Zur Erinnerung

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit. Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien, 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“ Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation. Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag. 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


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